Verfasst von: Sheepmama | 26. Oktober 2009

Eingelebt

Unser kleines Mädchen hat sich gut eingelebt und in Tamme einen treuen Begleiter gefunden – oder er in ihr eine treue Begleiterin. Wo Tamme hin geht, da folgt ihm Elsje auf dem Fuß.

So haben wir einen Weidewechsel gewagt, der über ein Nachbargrundstück führt. Es hat alles einwandfrei funktioniert. Tamme vorne weg, dann Elsje und dann der Rest der Truppe. Ohne Aufenthalt liefen sie direkt auf das neue Weidestück.

Verfasst von: Sheepmama | 18. Oktober 2009

Die Zeit vergeht

Nun bin ich schon über eine Woche hier und habe mich ganz gut eingelebt. Die Doris und der Friedhelm sind mir immer noch nicht so ganz geheuer. Sie schauen jeden Tag nach uns und haben auch immer etwas Leckeres dabei.
Mit den anderen Mitgliedern der Herde komme ich ganz gut zu Recht. Bloß mit der Emma habe ich jetzt so meine Probleme. Sie mag es gar nicht, wenn ich vor ihr stehe und stößt mich dann immer weg. Ich gehe ihr fürs erste aus dem Weg.

Aber den Tamme, den mag ich. Bei ihm ist es am besten. Er stößt nicht und ich kann friedlich mit ihm grasen. Er hat mich von Anfang an wohlwollend aufgenommen und das hat sich auch nicht geändert.

Verfasst von: Sheepmama | 12. Oktober 2009

Und hier bin ich nun

Die Doris hat einige Bilder von mir gemacht und hier könnt ihr mich nun bewundern. Wie ihr seht, bin ich noch ein bisschen unsicher, aber Doris sagt, dass wird mit jedem Tag besser.

© Elsje von Sheepmama by Flickr

© Elsje von Sheepmama by Flickr

Verfasst von: Sheepmama | 11. Oktober 2009

Elsjes dritter Tag

Heute war ein aufregender Tag. Schon früh sind wir über die Weide gezogen als plötzlich ein riesiges Ungetüm am Feldweg entlang kam. Das ist ein Traubenvollernter haben mir die anderen erklärt und der hat dann direkt neben unserer Weide Trauben geerntet. Immer und immer wieder ist er die einzelnen Reihen hoch gefahren bis alles abgeerntet war. Was es hier nicht alles gibt.

Am liebsten grase ich mit Emma und Tamme. Die beiden sind nur ein Jahr älter als ich und außerdem meine Halbgeschwister, wie Doris mir erklärt hat. Wir haben den gleichen Papa und teilen auch fast das gleiche Schicksal. Die Emma hat nämlich auch keine Mama mehr und der Tamme eigentlich auch nicht. Der hat halt die Doris, die hat ihn mit der Flasche groß gezogen, aber die zählt ja nicht als Schafsmama oder doch?

Ha, auf jeden Fall habe ich heute Abend auch was von den leckeren Sachen abgekriegt. Noch einmal tricksen die anderen mich nicht aus. Ich bin nämlich heute Abend gleich mit in den Stall geflitzt und habe auch von den leckeren Äpfel genascht und auch von der süßen Zuckerrübenmelasse. Danach haben wir gemeinsam an der Raufe Heu gefressen. Das Leben ist schön hier.

Verfasst von: Sheepmama | 10. Oktober 2009

Der Tag danach oder Elsje erzählt

Die erste Nacht in der neuen Herde war noch ungewohnt. Zu allem Unglück fing es heute früh auch noch an zu regnen – brrrrr das war grässlich. Alle anderen sind in den Stall. Ich bin dann mal vorsichtig mit. Bisher kannte ich so was nicht, denn in meiner alten Herde gab es keinen Stall. Was soll ich sagen, aber das ist gar nicht so schlecht mit dem Stall. Zumal es den ganzen langen Vormittag regnete. Zwischendrin konnte man gemütlich ruhen und käuen und wenn man Hunger bekam konnte man Heu fressen.

Am Nachmittag hörte es dann endlich auf und sogar die Sonne kam. Das ist doch ein gutes Zeichen. Mit all den anderen sind wir dann grasend über die Weide gezogen und das war dann wirklich nicht übel und das kannte ich außerdem ja auch.

Kurz vor 18 Uhr kamen dann die Doris und der Friedhelm. Ich war zwar etwas erstaunt, aber alle anderen sind wie die geölten Blitze in den Stall gerannt. Vorsichtig habe ich mir die Sache mal angeschaut. Jetzt weiß ich, warum die Truppe sich so beeilt hat. Doris und Friedhelm hatten ein paar Leckerli dabei. Wenn die morgen wieder kommen sollten, dann werde ich mich aber auch beeilen, sonst fressen die anderen mir alles weg. Das passiert mir nicht noch einmal.

Verfasst von: Sheepmama | 9. Oktober 2009

Elsje

Heute hat unsere Herde Zuwachs bekommen. Ein kleines Schafmädchen ist bei uns eingezogen und wir haben sie Elsje gennant. Es war ein aufregender Tag für Elsje, aber das kann sie besser selbst berichten:

Es kam uns schon allen nicht geheuer vor, als unser Chef mit fremden Menschen auf die Weide kam. Sie haben erzählt und uns begutachtet, nach unserer Wolle geschaut und weiter über uns geredet. Alles habe ich nicht verstanden, aber dann hat unser Chef uns mit Tess, der Border Colliehündin, eingepfercht, sodass wir nicht über die ganze Weide rennen konnten und dann ist die fremde Frau zu uns in den Pferch gestiegen und hat jedes meiner Geschwister und mich noch einmal ganz genau begutachtet. Die 10 oder die 12 hat sie dann zu ihrem Mann gesagt und mir wurde ganz flau im Magen, die 10 war nämlich ich. Sie haben dann noch ein bisschen hin und her diskutiert und dann hat die Frau entschieden: Wir nehmen die 10.

Der fremde Mann hat mich daraufhin gepackt. Ich hatte große Angst, aber er hat mich freundlich angesprochen und hat gemeint: So Elsje, so nennen wir dich nämlich ab jetzt, du brauchst keine Angst haben, wir nehmen dich jetzt mit zu uns und du wirst dich in deiner neuen Herde bestimmt wohl fühlen.

So richtig vertraut habe ich ihm ja nicht, aber sie haben mich dann eingepackt und dann sind wir eine zeitlang mit dem Auto gefahren. Auf der neuen Weide waren schon andere Schafe, aber sie haben mir auch Angst gemacht. Sie rochen so anders als meine Herde und keiner meiner Freunde war da und meine Mama auch nicht. Ich habe mich alleine gefühlt. Die anderen haben mich beschnüffelt, aber sie waren mir nicht geheuer und ich ihnen auch nicht.

Der kleine Hammel war noch der freundlichste und er hat mir auch das schöne, duftende Heu gezeigt. Dass wir dann gemeinsam mit den anderen gefressen haben. Ich bin recht traurig, so ohne meine gewohnte Umgebung und meine gewohnten Mitschafe, aber da muss ich jetzt durch hat die fremde Frau gesagt, die jetzt schon gar nicht mehr so fremd ist. Sie heißt Doris, hat sie mir erzählt und ihr Mann das ist der Friedhelm und sie sind beide sehr freundlich und besorgt um mich. Vielleicht wird ja alles doch nicht so schlimm.

Verfasst von: Sheepmama | 28. September 2009

Klauenpflege

Am Wochenende war wieder einmal Klauenpflege angesagt. Zuständig dafür ist mein Mann. Da er aber in letzter Zeit häufiger Rückenprobleme hat, benutzt er dazu diesen Klauenpflegebock.

© Klauenpflegebock von Sheepmama by Flickr

© Klauenpflegebock von Sheepmama by Flickr

Die Schafe werden darauf gelegt, fixiert und man kann bequem die Klauen schneiden. Die Tiere kennen die Prozedur und verhalten sich still.

© Klauenpflege von Sheepmama by Flickr

© Klauenpflege von Sheepmama by Flickr

Verfasst von: Sheepmama | 12. August 2009

Schafe sind Gewohnheitstiere

So lange wir unsere Tiere halten, folgen wir einem regelmäßigen Rythmus und es erstaunlich, wie die Tiere bestimmte Gewohnheiten und Rituale erkennen und wehe, diese Gewohnheiten und Rituale werden unterbrochen, dann wird der Unmut lautstark kundgetan.

Fall 1
Jeden Abend zur gleichen Uhrzeit gibt es frisches Wasser, ein paar Leckerli und wir schauen, ob alles bei den Tieren in Ordnung ist. Die innere Uhr der Tiere ist darauf eingestellt. Spätestens eine Viertelstunde vorher wird sich am unteren Gatter versammelt mit Blick auf unser Haus und wehe, wir verspäten uns.

Fall 2
Wir haben zwei Weiden, die durch ein Grundstück des Nachbarn getrennt sind. In Ermangelung eines Hundes hat es sich eingebürgert, das beim Wechsel ich vorne weg maschiere, dann kommt mein kleiner Hammel und dann folgen die Damen ihren Rang entsprechend.  Das funktioniert einwandfrei – so lange ich vorne weg marschiere.

Sollte es mal vorkommen, dass diesen Part meinen Mann übernehmen muss, weil ich nicht zu Hause bin, was macht die Bande? Sie ziert sich mächtig. Regelrecht getrödelt wird und der Weg kann schon mal etwas länger werden.

Verfasst von: Sheepmama | 11. August 2009

Die Damen sind bockig

Die Anzeichen sind unübersehbar. Das bedeutet in diesem Fall aber nicht, dass sie sich stressig oder zickig benehmen. Nein, das Gegenteil ist der Fall. Eine der Schafdamen fängt an und alle andere folgen hier. Mit hohem Tempo und großen Sprüngen wird die Weide hoch und runter gedüst, was man ihnen gar nicht zutrauen würde.  Es macht schon große Freude, ihnen dabei zuzusehen.
Jeder Schafbock wäre jetzt willkommen. Nur die böse Schäferin lässt das nicht zu. 

Schafe haben eine Tragdauer von 150 Tage. Dies würde in diesem Fall bedeuten, dass wir im Januar mit den ersten Lämmern rechnen müssten. Das ist uns aber zu früh.  Also müssen die Damen bis Ende Oktober auf den Bock warten, dann können wir mit den ersten Lämmern Ende März rechnen.

Verfasst von: Sheepmama | 9. August 2009

Wintervorrat

Nachdem in den letzten Wochen die Getreideernte in vollem Gange war, habe wir unser Wintervorrat an Stroh aufgefrischt.

Leider ist es mittlerweile sehr schwierig kleine Ballen Stroh zu bekommen, da fast nur noch Rund- oder Quarderballen gepresst werden.  Ein Pferdehalter aus der Nachbarschaft presst aber noch diese kleinen Ballen und wir konnten uns einige Ladungen direkt vom Feld holen.

© Wintervorrat von Sheepmama by Flickr

© Wintervorrat von Sheepmama by Flickr

 

© Wintervorrat von Sheepmama by Flickr

© Wintervorrat von Sheepmama by Flickr

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